Buchprojekt „Die Märkte Europas“

Eine kleine Einführung

Märkte sind die Bäuche der Städte. Kulturbeflissene Reisende besichtigen die Kathedralen, Klöster und Museen. Nichts dagegen. Ehefrauen haben einen eingebauten Kompaß zum Aufspüren der richtigen Einkaufsmeilen. Für mich gehört ein Marktspaziergang zum richtigen Erleben einer Stadt, Region und Kultur. Auch wenn ich im Hotel lebe, nicht kochen kann, auf dem Markt atme ich den den Duft der Stadt. Ich beobachte die Frauen beim Einkauf fürs Mittagsmahl, erfahre Rezepte, studiere den Schnitt der Metzger, lerne neue Fische und Meeresgetier kennen, probiere Kirschen, Pfirsiche, die schmecken wie in der Kindheit oder mir neue Aromen erschließen. Die Ehefrau hat eine feine, empfindliche Nase. Ihr verschlägt es den Atem zwischen Schlachtern und Fischbergen. So trennen wir uns, denn ich bin beim möglichen Einkaufsbummel nach zwei Geschäften ermattet, mißmutig und eine geborene Einkaufsbremse. Nicht zu bremsen bin ich auf den Viktualienmärkten der Welt. Ob Würste, ganze Schinken, eingelegte Gemüse, Trüffeln, Süßigkeiten, mein Souvenirgepäck ist oft enorm und immer eßbar. Und treffen wir uns dann in der Bar am Markt oder dem Imbiß auf dem Markt wieder, weiß ich bereits was ganz besonders schmeckt, habe erfahren, wo wir am besten Mittag essen gehen und für di Freunde zuhause sind meine Souvenirs nacherlebte Reiseimpressionen.Etwas von dieser Manie und meinen Erlebnissen und Erfahrungen auf den Märkten dieser Welt will ich hier mit Ihnen teilen.
