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10 Gäste aus Lateinamerika

 Argentinien

Argentinien ist der zweitgrößte Staat Südamerikas und der achtgrößte der Erde. Landschaftlich dominiert wird das Land von den Anden. Sie erstrecken sich von Norden nach Süden und bilden die längste kontinentale Gebirgskette der Welt. Von großer Bedeutung für das Land sind Viehzucht und Landwirtschaft, deren Produkte größtenteils in den Pampas erzeugt werden. Die endlosen, mit Gras bewachsenen Ebenen erstrecken sich westlich und südlich von Buenos Aires. Auf ihnen weiden die unzähligen Rinderherden, deren Fleisch – exportiert und als Steaks konsumiert – weltweit der Inbegriff für Geschmacks-Qualität sind. Die Hauptstadt Buenos Aires ist die Wiege des Tango, gilt als das größte Kulturzentrum auf dem amerikanischen Kontinent und ist auch wirtschaftlich gesehen das Herz Argentiniens.
 Bolivien

Bolivien – als Binnenstaat ausschließlich von Land umgeben – grenzt im Westen an Peru und Chile, im Süden an Argentinien und Paraguay und im Osten und Norden an Brasilien. Der flächenmäßig größte Teil des Landes sind die „Llanos“ – eine heiße Tiefebene, die sich unterteilt in die trockenen Savannen des Gran Chaco-Flusses und die tropischen Regen-waldgebiete Amazoniens. Die bolivianische Kultur reflektiert die Vielfalt von 35 verschiedenen Ethnien. Das Land, dessen Bevölkerung mehrheitlich in der Landwirtschaft beschäftigt ist, exportiert hauptsächlich Sojabohnen, verfügt über die zweitgrößten Erdgasreserven Südamerikas und besitzt in der Stadt La Paz (3.200 bis 4.100 m) den höchst gelegenen Regierungssitz der Welt.
 Chile

Die Länge Chiles, das im Osten an Argentinien und im Westen an den Pazifischen Ozean grenzt, entspricht in etwa der Entfernung zwischen der Mitte Dänemarks und der Sahara. Aufgrund dieser extremen Nord-Süd-Ausdehnung (4.300 m) über mehr als 39 Breitengrade weist Chile eine große Vielfalt an Klima- und Vegetationszonen auf. Mit rund 5,5 Millionen Einwohnern bündelt die Hauptstadt Santiago de Chile etwa ein Drittel der gesamten Bevölkerung. Das Land verfügt weltweit über die größten Kupfervorkommen, seine Wein-Herstellung macht es zum Weinexportland Nummer 1 in Südamerika und aufgrund der Einzigartigkeit von Flora und Fauna wurden 8 Gebiete von der UNESCO zu Biosphärenreservaten erklärt.
 Ecuador

Ecuador liegt im Nordwesten Südamerikas zwischen Kolumbien und Peru und ist ethnisch und klimatisch eines der vielfältigsten Länder der Erde. Aufgrund der unterschiedlichen Höhenlagen (0 bis 6000 m über dem Meeresspiegel), ist das Klima des Landes geprägt von starken regionalen Temperatur-Unterschieden. Im Osten Ecuadors liegen die Regenwälder des Amazonasbeckens und im Andenhochland (2.850 m) liegt die Hauptstadt Quito. Wirtschaftlich ist das Land stark abhängig von der Erdölproduktion, die fast 60 % der Exporte erwirtschaftet. Zu Ecuador gehören außerdem die für ihren Arten-Reichtum weltberühmten Galapagos-Inseln, die ozeanisch-vulkanischen Ursprungs sind und etwa 1.000 km westlich der Küste im Pazifischen Ozean liegen.
 Kuba

Kuba gehört zur Inselgruppe der Großen Antillen und ist die größte Insel in der Karibik. Die Hauptstadt Havanna hat 2 Millionen Einwohner und der Abstand zum kontinentalen Festland beträgt 140 km nach Key West (USA) und 200 km nach Yucatan (Mexico). Kuba ist einer der größten Zucker-Exporteure der Welt und seine kilometerlangen, feinsandigen Bilderbuch-Strände locken jedes Jahr Millionen von sonnenhungrigen Urlaubern, vornehmlich aus Europa. Das Klima auf Kuba ist tropisch und wird vom Nordostpassat geprägt. Das hat sicher mit dazu beigetragen, daß hier zahlreiche Musikstile geboren und gepflegt wurden, die sich als Kultur-Export international durchsetzten, wie z. B. Mambo, Rumba, Salsa und Cha-Cha-Cha.
 Mexico

Fast 90 % der Fläche Mexicos ist dem nordamerikanischen Kontinent zugeordnet, der südliche Teil zählt bereits zur Landbrücke Zentralamerikas. Benannt ist das Land nach der ursprünglichen Hauptstadt der Azteken „Mexico-Tenochtitlan“, heute Mexico-Stadt. Je nach Region herrscht subtropisches, alpines oder wüstenähnliches Klima. Die mexikanische Kultur ist eine einzigartige Verschmelzung von indianischen, karibischen und europäisch-amerikanischen Einflüssen. Typisches Grundnahrungsmittel ist der Mais – Südfrüchte und Gemüse bilden den Schwerpunkt der landwirtschaftlichen Produktion. Mexico ist der sechstgrößte Erdölproduzent und seine in Lateinamerika führende Volkswirtschaft belegt aktuell Rang 8 der Export-Weltrangliste.
 Nicaragua

Das mit 5,8 Millionen Einwohnern nicht gerade dicht besiedelte Nicaragua grenzt im Norden an Honduras, im Süden an Costa Rica, im Westen an den Pazifik und im Osten an die Karibik. Das Land wird entlang der Pazifik-Küste von einer Kette aktiver Vulkane durchzogen – weshalb es auch das „Land der tausend Vulkane“ genannt wird. An der Karibik-Küste im Osten erstreckt sich eine große Regenwald-Region. Die weltweit berühmt gewordene „Panamericana“-Straße verläuft durch die die Städte Managua (Hauptstadt), Granada und Rivas. Exemplarisch für die hohe Artenvielfalt Nicaraguas stehen vor allem die vielen exotischen Vogelarten. Wichtigste Exportartikel sind Kaffee, Shrimps, Baumwolle, Tabak, Zucker, Bananen, Zigarren und Rum.
 Peru

Im westlichen Südamerika gelegen, wird Peru von Ecuaador, Kolumbien, Brasilien, Bolivien und Chile eingerahmt. Im Süden, an der Grenze zu Chile, beginnt die trockenste Wüste der Erde, die „Atacama“-Wüste. Nördlich der Hauptstadt Lima (6 Millionen Einwohner) werden Bodenqualität besser und Regenfälle häufiger, so daß Landwirtschaft dort auch außerhalb der Flußoasen möglich ist. Die Anden-Bergzüge der „Sierra“ prägen das Land ebenso wie die Kautschuk- und Mahagoni-Kulturen der Regenwald-Regionen. Zum Schutz von natürlichen Ressourcen und Ökosystemen wurden 8 Gebiete zu Nationalparks erklärt. Wichtigste Erwerbsquellen des an Bodenschätzen (Gold, Kupfer) reichen Landes sind Fischerei und Landwirtschaft. Hauptsächlich ausgeführt werden Zuckerrohr und Kaffee.
 Uruguay

Der kleinste spanischsprachige Staat Südamerikas grenzt im Norden an Brasilien, im Osten an den Atlantik, im Süden an den Rio de la Plata und im Westen an Argentinien. In puncto Natur stellt Uruguay die geographische Erweiterung der argentinischen Pampa dar, denn charakteristisch für die vorherrschende Form der Vegetation in diesem wasserreichen Land sind die hohen Präriegräser. Im Norden ist das Klima subtropisch, im Süden ist es gemäßigt und in den Küstenregionen mit den Temperaturen Südfrankreichs, Norditaliens und Nordspaniens vergleichbar. Die Wirtschaft Uruguays stützt sich maßgeblich auf die Landwirtschaft (Zuckerrüben, Weizen, Mais und Viehzucht. Pro Jahr werden 130.000 Tonnen Fisch gefangen und über 4 Mio. Kubikmeter Holz gewonnen.
 Venezuela

Die Nachbarländer des an der Karibikküste gelegenen Staates sind Brasilien, Kolumbien und Guayana. 40 % der Gesamtfläche Venezuelas sind bewaldet, 20 % bestehen aus Wiesen- und Weideland und 4 % werden als Felder und Ackerland genutzt. Mit seinen Wüsten, schneebedeckten Bergen, Sümpfen und Tiefebenen ist Venezuela so gegensätzlich und facettenreich wie kein anderes südamerikanisches Land. Obwohl es mitten in der tropischen Klimazone liegt, findet man – abhängig von Höhenlage und Windintensität – vom tropisch feuchten bis zum alpinen alle Klimatypen. Die Erdöl-Förderung sichert Venezuela vier Fünftel seiner Exporterlöse, die Hälfte der Staatseinnahmen und 25 % des Sozialproduktes. Etwa die Hälfte der landwirtschaftlichen Erträge kommt aus der Rinderzucht.
Im Namen ihrer 1. Vorsitzenden, Frau Edda Reyl, möchte sich die Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße ausdrücklich bei den Herren Hugo Pariona und Rafael Rodriguez bedanken.
Mit persönlichem Engagement und professioneller Kooperation haben beide entscheidend dazu beigetragen das Festmotto „Fiesta América Latina“ umzusetzen und ihre Heimatländer in den Fokus der Besucher von Nah und Fern zu rücken.

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